SELBERMACHEN

Bastel Tipps Kinder Osnabrück

Klorollen – Monster

Klorollen – oder feiner ausgedrückt: Toilettenpapierrollen – haben wir alle zuhause. Daraus kann man lustige Monster basteln. Verziert mit allerlei Krams sehen sie auch gar nicht gruselig aus und du kannst sogar deine ganze Familie als Monster nachbauen…..

Du brauchst:

Klorollen, Farbe (Acrylfarbe, Wasserfarben oder Filzstifte), Kleber, Kleine Joghurtbecher, Plastikverpackungen, Glitzerfolie, Pappe, Federn, Korken, Schaschlikspieße, Wackelaugen, Stoffreste, Wollreste, Pfeifenputzer u.a.

Zuerst malst du die Rollen an- lass die Augen hell oder male sie gleich weiß – dann kann man sie besser sehen. Du musst aber unbedingt einen kleinen schwarzen Punkt als Pupille reinmalen, sonst sehen die Augen blind aus. Aus Krimskrams baust du Kronen, Haare, Hüte, Antennen oder einen zweiten Kopf („Ihhhh“) oder was du willst und klebst alles an. Fertig!

Dichter sind andere auch nicht …

Schreib doch mal ein Gedicht! Haha, denkst du jetzt, so einfach ist das doch gar nicht! Doch, ist es! Es gibt sogar eine ganz tolle „Gedichte- schreiben- Anleitung“:

Ein Elfchen. Ein was? Komischer Name, das hat aber einen Grund: Dieses Gedicht hat elf (11) Wörter. Und damit Du nicht einfach drauf los schreibst, gibt es hier noch ein paar Tipps:

  • Ein Elfchen hat elf (11) Wörter,
  • verteilt auf 5 Zeilen
  • und behandelt ein bestimmtes Thema.
  • Die Anzahl der Wörter in den Zeilen (Versen) sind vorgeschrieben. Inhaltlich könntest Du es beispielsweise so bearbeiten, musst Du aber nicht:

1. Zeile: 1 Wort         – Überschrift (Dein Thema)

2. Zeile: 2 Wörter     –  wie oder was ist es?

3. Zeile: 3 Wörter     –  wo befindet es sich, was macht es?

4. Zeile: 4 Wörter     – was denkst, meinst oder fühlst Du?

5. Zeile: 1 Wort         – Zusammenfassung, Ergebnis, Abschluss

Ich schreibe hier mal ein Elfchen über meine Katze Hermine, damit Du ein Beispiel hast:

Hermine

wildes Kätzchen

auf dem Tisch

Putzt sich in Ruhe

Katzenwäsche

Man könnte auch ein Frühlingselfchen schreiben:

Wärme

Gelbe Blumen

auf der Wiese.

Sie riechen so gut.

Frühling

Du darfst Dir gerne ein Thema aussuchen aber falls Dir keins einfällt, mache ich Dir ein paar Vorschläge:

Sommer, meine Familie, Corona, Dein Lieblingstier, Dein Haustier, Dein Hobby, Dein Lieblingsbuch, Wer möchtest Du gerne sein?, Urlaub, Heimat…

Vielleicht malst Du noch ein schönes Bild dazu oder drum herum?

Buch-Faltkunst / Faltsam

Mal die Straße an!

Okay, also ich meine nicht die Straße, lieber den Gehweg oder den Hinterhof oder den Schulhof (der ist ja jetzt frei) oder eine andere Fläche. Mit Kreide. Die, mit der man draußen malen kann. Sie heißt ja Straßenkreide, obwohl man damit lieber nicht auf der Straße malen sollte. Falls Du keine hast, kannst Du ja mal Deine Eltern fragen, ob sie welche kaufen können, die ist gar nicht teuer. Du kannst damit riiiieesengroße Bilder malen, viel größer als auf Papier.

Ich habe hier leider keine Straßenkreide und warte lieber auf Dein Bild, damit ich es hier platzieren kann……

Oder noch besser: Kreide selbermachen!

Du brauchst: Gips, Tempera- oder Acrylfarben, Klorollen, Klebeband, Vaseline (oder eine andere Fettcreme), Frischhaltefolie, Plastikschüssel, Löffel

Wer es plastikfrei machen möchte, kann auch statt Frischhaltefolie Pappkreise mit Klebeband am Klorollenboden befestigen. Dann aber gut verkleben, sonst läuft der Gipsbrei durch die Ritzen heraus….

Die Klorollen zuerst mit der Fettcreme innen bestreichen – damit der Gips nicht daran festklebt. Dann ein kleines Stück Frischhaltefolie abreissen und über eine Öffnung der Klorollen legen und mit Klebeband festkleben. Nun die Rollen umdrehen. Jetzt hast Du am Boden verschlossene Gussformen für Deine Kreide. Dann rührst Du in einer Schüssel den Gips mit Wasser an. Für 2 Stücke Kreide braucht man etwa 250ml Wasser, in das man so lange Gips einrührt, bis eine puddingartige Masse daraus geworden ist. Dann gibst Du Farbe dazu, bis Dir der Farbton gefällt und rührst mit dem Löffel um.

Den Gipsbrei füllst Du in eine Klorollengussform und stopft ihn richtig fest, damit am Ende keine Luftlöcher in dem Kreideblock sind. Für jede neue Farbe musst Du neuen Gips anrühren und eventuell auch die Gipsreste aus der Schüssel kratzen – nicht im Waschbecken auswaschen. Das anrühren und einfüllen muss zügig gehen, denn der Gips wird schnell fest.

Die fertigen Gipsblöcke lässt Du an einem warmen und trockenen Ort über Nacht trocknen. Dann kannst Du die Pappe abreissen und die Blöcke – falls sie noch nicht durchgetrocknet sind – ohne Papprollen drumherum trocknen lassen. Dann kannst Du mit dem malen loslegen!

Küss die Hand, schöne Frau…oder Mann!

Lackierst Du Dir auch so gerne Deine Fingernägel? Oder würdest Du sie Dir gerne mal lackieren aber Deine Eltern finden das gar nicht so toll? Oder Du lackierst gerne, kriegst es aber nicht richtig hin und alles verschmiert immer? Kein Problem! Jetzt baust Du Dir eine Übungshand! Und falls Du keinen Nagellack zuhause hast (oder ihn nicht benutzen darfst), kannst Du auch Filzstifte nehmen….

Du brauchst:

dünne Pappe, Schere oder Cutter, Nagelschere oder scharfes Messer, einen Bleistift, Filzstifte, weißes Papier

So geht´s:

Lege Deine Hand auf die Pappe und  zeichne mit dem Bleistift drumherum, so dass der Umriss Deiner Hand auf der Pappe zu sehen ist. Dann schneidest Du die Hand aus. Die Pappe darf nicht zu dick sein, sonst kann man sie nicht mit der Schere schneiden. Wenn Du (oder Deine Eltern) einen Cutter benutzt, muss eine Unterlage drunter liegen. Vorsichtig ritzt Du (oder Deine Eltern) jetzt mit einem Cutter, einer Nagelschere oder einem scharfen Messer vorne an den Papp-Fingern einen kleinen Schnitt – da, wo Dir an Deiner echten Hand die Fingernägel herauswachsen. Das weiße Papier schneidest Du in lange Streifen – die Breite hängt davon ab, wie breit Du den Schnitt vorne an den Papp- Fingern gemacht hast. Dann schiebst Du jeden einzelnen Papierstreifen von der Papphand-Rückseite durch einen Fingerschnitt, so dass das Papier anstelle der Fingernägel herausragt. Mit der Nagelschere schneidest Du jetzt die Fingernägel in Form und kannst mit dem Lackieren beginnen. Und wenn Dir die Farbe nicht gefällt, schneidest Du den Papier-Fingernagel einfach ab und lackierst nochmal.

Auf diese Weise kann man auch prima üben, seine Fingernägel zu schneiden….

Stempel selbermachen – aus Radiergummis

Es macht soviel Spaß, zu stempeln – es ist eigentlich auch eine Art drucken, nur im Kleinformat. Natürlich kann man fertige Stempel kaufen – die Motive reichen von Buchstaben, Tieren, Blümchen bis zu Mustern oder Smileys. Aber viel cooler sind selbstgemachte Stempel! Das geht am einfachsten mit flachen, weichen Radiergummis. Stempeln kannst Du mit einem ganz normalen Stempelkissen.

Du brauchst: Radiergummis, ein scharfes Messer oder kleinen Cutter oder ein Skalpell oder ein Linolmesser, Bleistift und Papier

Schneide das Radiergummi in eine gewünschte Form (rechteckig, quadratisch, rund oder ….). Dann zeichnest Du mit dem Bleistift ein Motiv drauf. Zum Beispiel eine Ameise, wie auf den Bildern links. Du musst Dir folgendes überlegen: Wenn Du möchtest, dass die gestempelte Ameise am Ende auf dem Papier zu sehen sein soll, musst Du um die vorgezeichnete Ameise drum herum alles wegschneiden. Das sieht man auf dem Foto ganz gut. Es gibt aber auch eine andere Möglichkeit: Wenn Du die vorgezeichnete Ameise aus Deinem Radiergummi ausschneidest (und nicht stehenlässt wie auf dem Foto), dann ist auf dem gestempelten Bild am Ende eine weiße Ameise mit schwarzem Rechteck drumherum zu sehen. Bei der Ameise hätte das tatsächlich ein bisschen seltsam ausgesehen, aber bei anderen Motiven, z.B. einem Herz inmitten eines Kreises geht das ganz gut.

Am einfachsten ist natürlich, wenn Du nur Linien in das Radiergummi schnitzt, z. B. ein Herz oder ein Smiley. So kannst Du üben. Wenn Du mit dem Messer ein bisschen sicherer geworden bist (und Deine Eltern nicht mehr die ganze Zeit mit dem Verbandzeug neben Dir stehen), kannst Du kniffeligere Motive wählen…. Beim schneiden musst Du natürlich auf Deine Finger aufpassen! Man bekommt aber ganz schnell Übung und dann geht es los mit der Radiergummistempelproduktion……

Bau Dir ein Zeichengerät

Wenn Du zwei (verschiedenfarbige) Stifte gleichzeitig zum zeichnen oder schreiben benutzt, hast Du in einem Arbeitsschritt zwei Linien auf dem Papier. Es ist nur etwas schwierig, zwei Stifte mit einer Hand festzuhalten. Einfacher ist es, wenn Du Dir ein Zeichengerät baust. Das geht ganz schnell:

Du brauchst: 2 Stifte, 2 Wäscheklammern, Papier

An den einen Stift klemmst Du eine Wäscheklammer, an den anderen die andere Wäscheklammer. Dann schiebst Du die beiden Stifte in die Enden der jeweils anderen Wäscheklammer. Schau Dir das Foto oben gut an. Die Stifte sind dadurch nicht fest fixiert, Du kannst sie aber gut in einer Hand halten und damit zeichnen. Jetzt musst Du nur noch Dein Zeichengerät in die Hand nehmen und loslegen……

Karton- (und Recycling-) werkstatt

Aus Kartons und Pappe kann man fast alles bauen. Und weil jeder Karton anders ist und Du ja keinen Karton extra kaufen,  sondern lieber mit dem bauen sollst, was in Deinem Zuhause herumliegt, gibt es hier keine Bauanleitung, sondern nur einige Tipps fürs bauen mit Karton und Pappe:

  • sammel stabile Karton und Schachteln in unterschiedlichen Größen, Plastikdeckel, Kronkorken, Verschlüsse, Korken, Stoffreste, Glitzerfolien, Dosen, Joghurtbecher, Verpackungen….sei eine kleine Elster, die überall Schätze entdeckt und in ihr Nest trägt;)
  • Zum schneiden brauchst Du einen Cutter und eine Schneidematte (oder ein Holzbrett, das keiner mehr braucht)
  • Für gerade Schneidkanten benutzt Du am besten ein großes Lineal mit Schneidekante
  • Zum Kleben brauchst Du eine Heißklebepistole und viele Klebepatronen
  • Beim schneiden und heißkleben musst Du gut aufpassen!!
  • Wenn am Karton kein Plastiklebeband klebt, kannst Du Dein Kartonwerk am Ende mit Wasserfarben oder Temperafarben anmalen. Mit Plastikklebeband oder einer glatten oder beschichteten Oberfläche brauchst Du Acrylfarbe. Vorsicht: getrocknete Acrylfarbe ist nicht auswaschbar aus den Klamotten!
  • Pappe kann man schneiden, reißen, knicken, falten, runden und …..fast alles ist möglich!
  • Regale oder eine zweite Ebene (für Schränke oder Puppenhäuser) klebt man mit einem Winkel darunter ein, dann hält es besser. Das ist ähnlich wie bei einem Regalbrett, das von 4 Metallstiften an der Unterseite gehalten wird.